Altdorf blüht auf

Am 28. April waren wir – also der Altdorfer Bienenzuchtverein – mit einem Infostand auf dem Altdorfer Marktplatz vertreten.

Wir wollten auf die schlechte Nahrungsversorgung vor allem unserer Wildbienen aufmerksam machen und mit der Altdorfern darüber ins Gespräch kommen, was jeder einzelne evtl. tun kann, um die Situation zu verbessern. Im Gepäck hatten wir kleine selbst abgefüllte Samentütchen mit einer einjährigen Blühmischung für jeweils 1 qm in der nur Pflanzen enthalten waren, die auch eine gute Bienenweide abgeben.

Über 400 solcher Tütchen haben wir dabei verteilt, viele wirklich interessante Gespräche geführt und so hoffentlich zu einem ein klein wenig bunteren und artenreicheren Altdorf beigetragen. 

Wer jetzt noch Lust hat ebenfalls etwas für Bienen und Wildbienen zu tun und vielleicht in einer kleinen Ecke des Gartens eine Bienenweide anzulegen, kann sich – wen er/sie mag – an dem Inhalt unserer Samentütchen orientieren:  Enthalten sind: Gewöhnliche Schafgabe, Ringelblume, Borretsch, Kornblume, Echter Koriander, Echter Buchweizen, Fenchel, gewöhnliche Sonnenblume, Flachs, Futter-Esparsette, Klatschmohn, Büschelschön, Acker-Hederich, Schwedenklee, Persischer Klee, Inkarnatklee und die Zaunwicke. 

Probeimkern am Lehrbienenstand

Mit der beginnenden Bienensaison (etwa ab April) bieten wir für Alle, die sich für Honigbienen und Bienenhaltung interessieren, die Möglichkeit gemeinsam mit uns ein Bienenvolk zu öffnen und einen Einblick in eine meist verborgene, ganz eigene (Insekten-) Welt zu gewinnen. 

Auch wer sonst Fragen rund um die Imkerei hat, ist gerne willkommen. 

Jeden 1. Samstag im Monat um 14.00 Uhr nehmen wir uns für Euch Zeit. Wer will kann dann auch gerne mitarbeiten.

An die Bienen geht man am besten mit Ruhe und ohne Hektik. Deshalb bitten wir bei Interesse um eine kurze Anmeldung über die nebenstehenden Telefonnummern oder per e-mail über diese homepage. So können wir auch für ausreichend Schutzausrüstung sorgen.

Größere Gruppen (z.B.  Kindergärten, Schulen etc.) fragen bitte gesondert an. 

Schwarmgeschehen am Lehrbienenstand

Mit der Sommersonnenwende dürfte die Schwarmzeit allmählich zu Ende sein. Allgemein scheint 2017 kein ausgesprochenes Schwarmjahr gewesen zu sei. Die wenigen angefallenen Schwärme fanden meist schnell einen neuen Besitzer. Unsere neu gegründete Schwarmverteilergruppe auf Whatsapp konnte sich deshalb in der Praxis noch nicht richtig beweisen. Wer darauf spekuliert hat, seinen Bienenbestand durch Schwärme aus der Schwarmbörse aufzustocken, sollte für dieses Jahr wohl besser auf alternative Möglichkeiten ausweichen.    

Spektakulär allerdings gestaltete sich das Einfangen von Bienenschwärmen bei uns am Lehrbienenstand. Insgesamt 2 Schwärme (davon einer von unserem Lehrbienenstand) hingen nahe unserer Imkerhütte derart ungünstig, dass das Einfangen der Schwärme mit normalen Methoden nicht möglich bzw. einfach zu gefährlich gewesen wäre. 

Die Feuerwehr dein Freund und Helfer

Mit Hilfe unserer Altdorfer Feuerwehr konnten die beiden Schwärme aber dennoch eingeschlagen werden. Das ist natürlich einerseits Schwarmfang deluxe wie man auf den Photos unschwer sehen kann. Andererseits ist das Einfangen der Schwärme auch ganz praktischer Tierschutz, da Bienenschwärme in der “freien Natur” leider kaum mehr geeignete Nistmöglichkeiten finden und aufgrund der allgegenwärtigen Varroamilbe ohne imkerliche Obhut keine langfristigen Überlebenschancen mehr haben.

Der Altdorfer Feuerwehr deshalb an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön!

Honig und Honigtauerzeuger

Zu Beginn dieses Frühjahres entwickelten sich unsere Bienenvölker aufgrund der kalten Nächte nur zögerlich. Viele Imkerinnen und Imker mussten ihre Völker sogar füttern, da sie anfangs nur wenig Nektar eintragen konnten. Umso schöner, dass anfängliche Befürchtungen nicht wahr wurden und im Altdorfer Raum auch dieses Jahr ein ausgezeichneter Blütenhonig geerntet werden konnte.

Aktuell tragen die Bienen bei herrlichem Juniwetter vielerorts ebenfalls kräftig ein. Verantwortlich dafür sind u.a. die unten abgebildeten Honigtauerzeuger. Mancherorts tropft dieses Jahr der Honigtau buchstäblich auf den Waldboden. Die Bienen brauchen die Honigtautropfen nur aufzusammeln und verarbeiten ihn zu wunderbar wohlschmeckendem Honig. 

Große Fichtenquirlschildlaus 01. Juni 2017
Fichtenquirlschildläuse 01. Juni 2017
Fichtenquirlschildlaus mit Honigtautropfen 01. Juni 2017

Auf den Bildern sehen wir Fichtenquirlschildläuse, die Stark Bemehlte Fichtenrindenlaus und eine Koloniegründung der Rotbraun Bepuderten Fichtenrindenlaus (Cinara pilicornis). Alle Aufnahmen wurden am 01. Juni 2017  in der Nähe von Altdorf gemacht. Die Quirlläuse haben das “honigen” inzwischen weitgehend eingestellt. Die Fichtenrindenläuse (v.a. “Pilicornis”) aber sorgen etwa seit Mitte Juni stellenweise für reichlich Honigtau.

F2 Koloniegründung der Rotbraun Bepuderten Fichtenrindenlaus 01. Juni 2017
Fichtenquirlschildlaus und vermutl. die Stark Bemehlte Fichtenrindenlaus auf einem Ast 01. Juni 2017

Vollfrühling – und unsere Bienen sind wieder daheim

Unsere Bienen sind aus dem Rascher Exil wieder zurückgekehrt und haben sich während der Salweidenblüte prächtig entwickelt. Mit der Kirschblüte haben sie nun bereits am 08. April ihre Honigräume erhalten. Die damit verbundene erste Durchsicht nutzten gleich einige Interessierte für eine Vorführung und einen tieferen Einblick in das Leben eines Bienenvolkes. Und auch unsere Neuimkerinnen und Neuimker durften gleich mal die Bienenvölker mit bearbeiten und Erfahrungen für ihre eigene Imkerei sammeln.

Wie man sieht, hat sich dabei die neue Aufstellung der Bienenvölker in Zweiergruppen schon bewährt. Die drei rechts stehenden Völker haben auf einem Raum überwintert und ebenfalls am Samstag den Honigraum erhalten. Diese drei werden ab nächstem Wochenende dann auch auf drei Räumen leben, wenn sie einen weiteren Brutraum untergesetzt und damit ausreichend Platz für die kommende Brut bekommen haben.

Noch weht ein Hauch von “Baustelle” auf dem Lehrbienenstand. Das wird sich aber bald geben. 

Frühlingserwachen – Vereinsbienen im Exil

Die Hasel blüht bereits allerorten und liefert ersten wertvollen Pollen für unsere Bienenvölker. Die Kornelkirsche wird schon beflogen und auch Krokusse und Schneeglöckchen tragen ihren Teil bei.   Vor allem aber stehen die ersten Salweiden am Beginn ihrer Blüte und spenden bald Pollen und Nektar im Überfluss. Die Brutnester unserer Bienenvölker beginnen zu wachsen, unsere Königinnen legen pro Tag bereits mehrere hundert Eier.  Der Frühling regt sich mit Macht und unsere Bienen starten nach einem langen Winter in eine neue Saison.

Wie jedes Jahr haben umsichtige Imker ihre Vorbereitungen bereits längst abgeschlossen. Für alle anderen – wie zum Beispiel für die Imkerinnen und Imker des Lehrbienenstandes 🙂 – wird es höchste Zeit. Zargen müssen vorbereitet werden, Rähmchen hergerichtet, wo nötig Mittelwände eingelötet und Arbeitsmaterialien vervollständigt werden. Denn mit der Salweidenblüte stehen bereits die ersten Erweiterungen vor allem bei den einräumig geführten Völkern an.  

Am Lehrbienenstand mussten unsere Bienen über den Winter auf eine andere Hauswand ausweichen, damit der Bienenstand gepflastert und modernisiert werden konnte. Da diese Arbeiten noch nicht ganz abgeschlossen sind und sich unsere Bienen bereits an den ersten warmen Tagen auf ihrem neuen Platz eingeflogen hatten, mussten sie nun erneut für einige Zeit ins “Exil”. Sobald sie ihren alten Platz vergessen haben, dürfen sie wieder ihren gewohnten Platz hinter dem Lehrbienenstand beziehen. Dort werden sie sich dann neu orientieren (Bienen sind darin ausgesprochen gut) und nach einem Ausflug auch wieder sicher ihr Zuhause finden. Das wird so gegen Ende März / Anfang April der Fall sein.

Der Honig des Lehrbienenstandes wurde ausgezeichnet

Unser Lehrbienenstand hat dieses Jahr – übrigens zum ersten Mal und als einziger Lehrbienenstand in ganz Bayern – die Gelegenheit genutzt und an der Honigprämierung des Landesverbandes Bayerischer Imker und des D.I.B. teilgenommen.

Auf der Honigmesse in Riedenburg am 06. November 2016 wurden die Prüfungsergebnisse der eingesandten Honige bekanntgegeben und die Prämierungen vergeben.

Eingesandt zur Prämierung hatten wir cremig gerührten Blütenhonig aus der Ernte von 2016. Dieser wurde wie alle anderen Honige auch von einer unabhängigen Jury nach den Kriterien Aufmachung, Sauberkeit, Zustand, Geruch und Geschmack, Wassergehalt und Enzymgehalt geprüft und mit einer MEDAILLE in BRONZE für hervorragende Leistungen ausgezeichnet.

Bestätigt wurde uns damit von offizieller Seite wohl zweierlei: Der eingesandte Honig entspricht den durchaus strengen Qualitätskriterien des Deutschen Imkerbundes und darf für sich zurecht das Prädikat “Spitzenqualität vom Imker” in Anspruch nehmen. Darauf können wir auch etwas stolz sein. Zum anderen ist “Bronze” für uns aber natürlich auch gleichzeitig ein Ansporn, Produktionsprozesse zu überprüfen und – wo möglich – weiter zu verfeinern.

Dieser Honig ist übrigens bis auf wenige Restbestände bereits ausverkauft.  

Ein Schwarm läuft ein in die “Einraumbeute”

alle Photos in diesem Artikel: Edith Riedel

Im Mai und Juni ist Schwarmzeit. Christa Spiegel und Gerhard und Edith Riedel lassen einen Bienenschwarm über ein weißes Tuch in seine neue Bienenbeute einlaufen. Der Schwarm zieht so – wie in der Natur auch – selbständig über das Flugloch in sein neues Zuhause ein.  

Ein großer Schwarm! Er zieht hier in eine sogenannte Einraumbeute ein, wie sie von Mellifera entwickelt wurde. Mehr dazu z.B.: hier

Der Schwarm ist drin. Einige wenige Bienen sterzeln noch vor dem Flugloch und locken so die letzten Nachzügler in die Beute.

So schön kann Imkern sein. Christa und Gerhard scheinen doch recht zufrieden mit ihrem Werk zu sein.

Frühling am Lehrbienenstand

An unserem Lehrbienenstand ist das Leben wieder in vollem Gange. 

Alle Bienenvölker am Lehrbienenstand sind gesund aus dem Winter gekommen und sobald die Temperaturen stimmen und die Sonne scheint, wird jede Minute genutzt, um Pollen und Nektar einzutragen.

Unsere Völker haben sich gut entwickelt und wurden deshalb bereits zur Kirschblüte mit einem Honigraum erweitert.

Ahorn, Löwenzahn, Kirsche und ein Rapsfeld in Oberwellitzleiten  (ca. 1000m Luftlinie?) sorgen u.a für ein reichhaltiges Nektar- und Pollenangebot. Wir Imker sind da nicht so fleißig und genießen das gute Wetter ganz gerne auch bei gemütlichen Imkergesprächen in der Sonne.

Hier ein paar Bilder von unseren Bienen – jetzt allesamt auf 3 Zargen – und eine Auswahl der aktuellen Trachtpflanzen in unserer Umgebung…